Shoppen mit Hund. Ihre liebsten Geschäfte

Einkaufen mit Lotta-Filipa? Funktioniert prima. Auch wenn der Weg nicht immer zum gewünschten Ziel führt. Nicht alle Geschäfte sind nach Hundis Geschmack und manchmal fehlt ihr schlichtweg die Geduld. Was keineswegs heißen muss, dass man beim Einkaufen mit Hundi nicht auf seine Kosten kommt. Das sind halt Shoppingerlebnisse der besonderen Art …

Shoppen mit Hund © GvP
Shoppen mit Hund © GvP

Sie war noch relativ jung, als mir beim gemeinsamen Bummel durch ein Kaufhaus eine Hose ins Auge stach. Die musste es sein! Die Frage war nur, wohin mit Klein-Hundi, währenddessen ich das Prachtstück anprobiere? Lotta-Filipa kam mit in die Umkleidekabine. Dort stand ich vor dem Dilemma, dass sich eine Hose mit einer Hundeleine in der Hand, an deren Ende sich ein aufgeweckter Welpe befindet, nicht ohne Schwierigkeiten problemlos aus- und wieder anziehen lässt. Ich setzte auf Hundis guten Willen und ließ die Leine fallen. Lotta-Filipa beäugte das Geschehen zunächst interessiert. Kaum hatte ich meine Hose unten, nahm sie Reißaus. Ich in Unterwäsche hinterher. – Nach der Bloßstellung war mein Verlangen nach der neuen Hose weg.

ein Teppich zum Schubbern © GvP
ein Teppich zum Schubbern © GvP

Mehr Geduld als bei Oberbekleidung bringt Hundi beim Schuhkauf auf. Ginge es nach ihr hätte ich noch einige Paar mehr im Schrank als sowieso. Freilich liegt das nicht am Warenangebot, dass sie daran so viel Freude hat. Sondern an den super-netten Verkäuferinnen, mit denen wir bislang zu tun hatten. Allesamt waren sie Hundeliebhaberinnen, um nicht zu sagen, -närrinnen, die viel Tamtam um Lotta-Filipas Erscheinen machten. Unvergesslich bleibt mir in diesem Zusammenhang ein Erlebnis mit Frau Mama, als Hundi noch kein Jahr alt war. Wir schlenderten gemeinsam über den Kurfürstendamm. In der Auslage eines edlen Schuhgeschäfts entdeckte Frau Mama edle Pumps. Wir betraten den exquisiten Laden, in dem blasierte Verkäuferinnen gelangweilt auf Kundschaft warteten. Bei Lotta-Filipas Anblick hellten sich ihre Minen auf. Es gab Streicheleinheiten und Leckerlis. Dass Frau Mama anderes im Sinn hatte, als den Hund ihrerTochter von Verkäuferinnen bespaßen zu lassen, fiel zunächst nicht auf. Die Strafe folgte auf dem Fuße. Ins Geschäft kam der Laden mit Frau Mama, die es nicht gewohnt ist, wie Luft behandelt zu werden, nicht.

Neben Schuhgeschäften stehen Elektrofachmärkte hoch in Hundis Gunst. Insbesondere den Großen hier ums Eck, den schätzt sie sehr. Nicht etwa, weil sie sich für Kühlschränke, Batterien, Kabelbinder, elektrische Zahnbürsten, Computer oder Kamerazubehör interessieren würde. Angetan hat es ihr dort der graue Fußbodenbelag, auf dem man sich so herrlich schubbern kann. – Ich bin immer peinlich berührt, wenn Lotta-Filipa in Berlins größtem Saturn so tut, als wäre das eine Wohlfühloase.

das Hundeparadies © GvP
das Hundeparadies © GvP

Den Vogel abgeschossen von allen Läden in der Metropole hat mein Tabakwarengeschäft. Das ist ihr Ort der Glücksseligkeit, das Hundeparadies schlechthin! Da halten weder Futterkiste oder Fressnapf, wo es für sie immer neues Spielzeug gibt, und sogar der B.A.R.F.-Laden in der Berliner Straße nicht mit, wo es zum Großeinkauf für Hundi obendrein ein bisschen Blättermagen aus der Hand ins Mäulchen gibt. Obwohl Lotta-Filipa nicht raucht, kein Lotto spielt, die aktuellen Weltnachrichten und den Tratsch aus dem Steglitzer Kiez aus anderen Quellen als aus den Printmedien bezieht, ist das Tabakwarengeschäft in der Markelstraße 8 ihre Top-Adresse, wenn’s ums Shoppen in Berlin geht.

Das Marketing  ist simpel, dafür von durchschlagendem Erfolg. Hinter der Ladentheke steht eine große Dose mit Hundekeksen. Und die Inhaberin? Die ist spendabel. Nicht so knickrig in Sachen Leckerlis wie Herrchen. So, genau so, funktioniert Kundenbindung!

 

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Ein Gedanke zu “Shoppen mit Hund. Ihre liebsten Geschäfte

  1. Ein ganz herrlicher Bericht und das letzte Bild ist super schön….Socke geht gerne shoppen, liebt Schuhläden über alles und wird meist auch freudiger begrüßt als wir. Da Socke ja nur spezielle Leckerchen bekommen darf, geben wir den traurigen Verkäuferinnen immer etwas ab, wenn sie freudestrahlend mit ihren Leckerchen ankommen. Den Vogel abgeschossen hatte eine Verkäuferin in einem Zoofachgeschäft, die eine ganze Tüte Pferdeherz aufriss und Socke ein großes Stück mit strahlendem Gesicht reichte und uns noch ein viel größeres Stück für den Heimweg (15 Min.) mitgab. Leider konnte sie uns an dem Tag nichts verkaufen, denn das gewünschte Produkt war nicht mehr da…Natürlich gehen wir immer wieder gerne dorthin….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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