Archiv für den Monat März 2014

Ente gut, alles gut?

Segeln Ohren?  © Sabine Münch
segeln Ohren? © Sabine Münch

Übung macht den Meister. In Hundis Fall mag das für „sitz“, „platz“, „bleib“ und bisweilen auch für „pfui“ gelten, nicht aber für’s Fliegen. Eine bittere Erkenntnis für Lotta-Filipa, der partout nicht in den Kopf will, dass ihre Segelohren das nicht halten, was sie versprechen.

Hundi übt beharrlich Fliegen. Unermüdlich! Hebt dabei aber nicht ab. Vom Boden jedenfalls nicht. Schon gar nicht, wenn sie hinter Vögeln her hetzt. Was sich bildlich so darstellt: Lotta-Filipa hopst hinter Vögeln hoch. Und Herrchen? Kann sich dann ein süffisantes Lächeln nebst einer hämischen Bemerkung nicht verkneifen: „Die kriegst du nicht! Trotz deiner Segelohren nicht!!“

„Was schert mich Herrchens Geunke?“, sagt sich Hundi. „Übung macht den Meister! Und zum Training braucht’s viele verschiedene Sparringspartner…“

Ente fest im Visier! © GvP
Ente fest im Visier! © GvP

Fortan nahm Hundi weitere Flugobjekte ins Visier. Am Schlachtensee Entenvögel. Dort hob sie diese Tage zum ultimativen Sprung an, flog tatsächlich durch die Luft, um schlussendlich mit Radau im Wasser zu landen. Die Enten stoben davon…

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Und Herrchen? Das staunte nicht schlecht. Lotta-Filipa kann schwimmen!

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Die Menschen hatten schon immer perverse Fantasien, aber…

Wie berichtet: Hundi ist gekränkt. Tief gekränkt. Dass Redewendungen, die sich auf den Hund beziehen, Ihresgleichen in ein denkbar schlechtes Licht stellen, kratzt an ihrer Würde. Schlimmer noch: Ihr Vertrauen scheint merklich geschmälert. Denn heißt es in der Welt der Zweibeiner nicht, dass Hunde die besten Freunde der Menschen sind?

wieso tun die das? © GvP
Warum reden die so über uns? © GvP

Die Welt aus dem Lot. Wäre Hundi heute nicht ein Artgenosse beigesprungen: „Das mit den Redewendungen, Kleine, die negativ konnotiert sind, hast du in die falsche Kehle bekommen! Schau genauer hin! Sie sprechen Bände. Aber nicht gegen uns!“

  • Damit lockt man keinen Hund hinter dem Ofen hervor = Zeigt deutlich, dass Hunde genau wissen, wann es sich lohnt, hinterm Ofen vorzukriechen
  • Ein begossener Pudel  = Endlich hat es dieser dämliche Mensch geschafft, wie ein Pudel auszusehen, was für Mühen!
  • Da wird der Hund in der Pfanne verrückt = Hunde sind absolut tough, sogar in der Pfanne
  • Auf den Hund gekommen = Du musst einem Menschen erst alles nehmen, bis er weiß: Was Leben und Welt jetzt noch erfüllt, ist ein Hund!
  • Das ist ja zum junge Hunde kriegen = Endlich will die Menschin auch mal …
  • Bei dem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür = Nur Zweibeiner sind so bekloppt, bei diesem Wetter rauszugehen. Kein Naturgefühl, degenerierte Typen
  • Man muss den Hund zum Jagen tragen = Ein Hund weiß genau, wann sich eine Jagd lohnt. Wenn nicht, lässt er sich tragen, soll doch der Dämlack Mensch mal schaffen
  • So wie Hund und Katze = Katzen SIND verdammte Biester!
  • Da wackelt der Schwanz mit dem Hund = Menschen hatten schon immer perverse Fantasien, aber wenn man genau hinschaut …
  • Bekannt wie ein bunter Hund = Die Welt schaut auf Hunde. Wir markieren die Geschichte. Werdet erst mal so bekannt wie unsereins!
  • Man geht vor die Hunde = Als Straßenköter würden wir nicht so jammern
  • Keine schlafenden Hunde wecken = Macht man auch nicht. Ganz richtig so!!!
  • Den Letzten beißen die Hunde = Beliebtes Fangspiel unter Meute bildenden Hunden. Weil wir nur beim letzten ans Hinterteil rankommen
Aha. So ist das gemeint! © Sabine Münch
Aha. So ist das gemeint! © Sabine Münch

Dank Bilbo ist Hundis Welt wieder heile. – Die Frage allerdings bleibt im Raum: Warum haben Redewendungen, die sich auf den Hund – den vermeintlich besten Freund des Menschen – beziehen, einen so negativen Beigeschmack?

Das ist ein dicker Hund!

Hundi ist perplex, um nicht zu sagen: sie sieht sich verschaukelt – von den Zweibeinern hinters Licht geführt. Da heißt es doch, dass Hunde des Menschen beste Freunde sind. Und dann das! Eher zufällig kamen #LottaFilipas stattlich anzusehenden Lauschern zu Ohren, wie Menschen über Hunde reden.

Seither ist Hundi sauer. Ihr uneingeschränktes Vertrauen zu den Zweibeinern scheint erschüttert. „Nicht zu fassen! Die lassen kein gutes Haar an uns“, entrüstet sich Hundi dem Weinen nahe. Und Herrchen? Ist ebenfalls untröstlich, weil es #LottaFilipa in der Sache keinen Trost zu spenden vermag.

Tatsächlich sind Redewendungen, die das Substantiv Hund beinhalten, negativ konnotiert. Sie haben generell einen schlechten Beigeschmack.

da läuft was gründlich schief! © Sabine Münch
da läuft was gründlich schief! © Sabine Münch
  • Damit lockt man keinen Hund hinter dem Ofen hervor
  • Ein begossener Pudel
  • Da wird der Hund in der Pfanne verrückt
  • Auf den Hund gekommen
  • Das ist ja zum junge Hunde kriegen
  • Bei dem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür
  • Man muss den Hund zum Jagen tragen
  • So wie Hund und Katze
  • Da wackelt der Schwanz mit dem Hund
  • Bekannt wie ein bunter Hund
  • Man geht vor die Hunde
  • Keine schlafenden Hunde wecken
  • Den Letzten beißen die Hunde

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#LottaFilipa hat Recht. Redewendungen, die sich auf den Hund beziehen, stellen den Vierbeiner – den scheinbar besten Freund des Menschen – in ein denkbar schlechtes Licht.

Wer mag schon ein armer Hund sein, der ein Hundeleben führen muss?

Das erklär uns, bitte sehr, wer…