Fisch mit Messer?

Man mag es kaum glauben: Hundi hat den Knigge drauf. –  Obschon sie nicht immer artig ist, weiß sich #LottaFilipa tadellos zu benehmen. In nahezu fast jeder Situation.

Beispielsweise käme ihr niemals in den Sinn, das gemeinsame Heim dreckig oder mit nassen Pfoten zu betreten. Unter keinen Umständen! Da mag das Fell noch so triefen und noch so viel Schlamm drin stecken. Wenn Hundi zu Hause ankommt, dann hat sie sich zuvor Dreck und Nässe abgetreten. Im wahrsten Sinne des Wortes…

manierlich... possierlich... © GvP
manierlich… possierlich… © GvP

#LottaFilipa schätzt Fußmatten und – sie versteht sich auch darauf, selbige kräftig zu benutzen. Und da sich unsere Heimstätte im vierten Obergeschoss eines Berliner Mietshauses befindet und auf jeder Etage vorschriftsmäßig  Fußmatten von jeweils drei  Wohnparteien ausliegen, hat Hundi im Treppenhaus Gelegenheiten genug, um sich auf dem Weg hoch in den vierten Stock von Dreck und Nässe zu befreien. Auf den Abtretern der Mitbewohner – versteht sich! Was heißt: sie schubbert und schrubbt sich auf jeder Etage ausgiebig. Dass die Fußmatten in den unteren Stockwerken bei dem Prozedere, das mehrmals täglich ansteht, besonders in Mitleidenschaft gezogen werden, schert Hundi wenig. #LottaFilipa setzt auf Nachbarschaftshilfe: Hauptsache – Hund kommt oben sauber an. Herrchen ist keine Putzfrau.

Nicht zu beanstanden sind außerdem Hundis Tischmanieren. Nach dem Fressen säubert sich #LottaFilipa gründlich. Intensität und Dauer der Reinigung hängen allerdings vom Geschmack und der Beschaffenheit dessen ab, was verdrückt wurde. Nach einem regulären Mahl reicht zumeist der Schonwaschgang: Eine flinke Zunge rund um die Schnute. Nach Leckerlis wird kurz überlegt: Nur Schnute? Oder mit der Zunge von der Schnauze über die Nasenspitze bis zum Halsansatz?

Luftröhre! Riecht nach Aas und schmeckt vermutlich so © Sabine Münch
Luftröhre! Riecht nach Aas und schmeckt vermutlich so © Sabine Münch

Die ganz große Toilette fährt #LottaFilipa übrigens nach solchen Spezialitäten auf, die Herrchen zum Himmel stinken. Da wird – was das Zeug hält – auf dem hellgelbem Teppich in der Wohnstube schnaubend geschubbert und gerubbelt. Und so das gute Stück die letzten Reste nicht gänzlich aufgenommen haben sollte, kommt Herrchen ins Spiel. Was heißt: in den Genuss dessen, was aus Hundis Maul nach Aas riecht und vermutlich auch so geschmeckt hat. „Schau mal, hier: ein allerletztes Fitzelchen der Köstlichkeit. Ich hab‘ dich lieb.…“

Na denn, Prost Mahlzeit!

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