Spanien. Oder: Kavalier ist anders…

Hundi kann ihr Glück kaum fassen. An der Costa Blanca Duftmarken allüberall! Und wo haufenweise Kot rumliegt, waren Hunde zugange, die Geschäfte machten. Und zwar dicke!

nicht ihr Revier… © GvP

Auf Schritt und Tritt begegnen uns Hunde. Um nicht zu sagen: haufenweise. Und so sie sich zufällig einmal nicht blicken oder hören lassen, tritt man rein. Auch daran führt hier kein Weg vorbei…

Leider sind jene, die sich massenhaft sehen lassen, selten von Hundis Natur. Hier ist keine Käthe, keine Paula und auch kein Kuno in Sicht, mit denen sich ausgelassen toben ließe. An der Costa Blanca überwintern Ältere aus kälteren Breitengraden und mit ihnen zahllose kläffende Winzlinge, die in eine kleine (flugkabinentaugliche) Tasche passen. Sie tragen häufig Schleifchen, bisweilen sogar Söckchen und am anderen Ende der Leine agiert zumeist ein Herrchen, dass sich zum Unbill von #LottaFilipa ziert: „Spielen in feinen Söckchen? Das ziemt sich nicht!“

Auch nicht von Hundis Kragenweite sind die spanischen Machos, die Hunde der Einheimischen. Große, gestandene Kerle, die ihr Revier gegen Eindringlinge mit Verve zu verteidigen wissen: „Das Sagen an der Costa Blanca, Kleine, haben wir! Verzieh‘ dich, wohin du gehörst!“

Einer von diesen baute sich vor einigen Tagen gar mächtig vor uns auf. Ein forscher Boxer-Mix von kräftiger Statur. Plötzlich schoss er knurrend aus einem Gartentor auf uns zu. Die Zähne unter den hochgezogenen Lefzen fletschend. Ein Kraftprotz, durch und durch, dem sichtlich anzusehen war, dass er die Schnauze von den Eindringlingen voll hatte. Wollte er an Hundi ein Exempel statuieren?

Und #LottaFilipa? Tat das, was sie immer macht, wenn sie Gefahr wittert. Ohren anlegen, Schwanz kneifen, auf den Rücken legen. Und Herrchen? Bemühte sich ebenfalls darum, das zu tun, was zu tun ist, wenn es Gefahr für Hundi und sich wittert: Tief durchatmen, die Hunde beruhigen. Freund und Feind. Und dann mit Hundi seelenruhig weiterschlendern. So tun, als stünde kein knurrender Riese zum Sprung bereit. Das umkämpfte Revier verlassen, die Straßenseite wechseln…

Und der Boxermix? Wechselte mit uns die Straßenseite. Hüben wie drüben – sein Revier! Wir überkreuzten die nächste und die übernächste Straße. Der Boxermix? Folgte uns auf Schritt und Tritt – die Zähne fletschend. Sichtlich in Rage, mal kläffend, mal knurrend und stets bemüht, Hundi auf reichlich robuste Art verständlich zu machen, wer auf dem Weg vom Strand zu unserem Quartier das Sagen hat.

Bis zur Wohnungstüre ließ er von uns nicht ab. Als Herrchen schließlich den Schlüssel zückte, zitterten ihr Hände und Knie. Was  tun, wenn Rambo sich in die Wohnung drängt?

Und #LottaFilipa? „Stark, was? Ein caballero, der uns nach Hause geleitet!“

Und Herrchen? Meidet die Wegstrecke vom Strand seither…

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