Archiv für den Monat Januar 2014

Ich bin ich!

Seit heute Abend wissen wir Bescheid, dass nichts von dem in Hundi steckt, was allseits vermutet wurde. Das Ergebnis der DNA-Analyse ist da.

ich bin ich! © Sabine Münch
ich bin ich! © Sabine Münch

Denjenigen, die der Ansicht sind, dass man nicht in alle Karten schauen sollte, rate ich: Lest nicht weiter. Diese Empfehlung gilt auch für jene, die sich zu 100 Prozent sicher gewesen sind, dass #LottaFilipa ein Mix aus Chihuahua und Zwerg-Schnauzer ist. Und – last but not the least – auch die unter Euch werden enttäuscht sein, die der These anhingen, dass Hundi unverkennbare Anteile von Fledermaus in sich trägt.

Recht hatte zu guter Letzt dann doch Herrchen, das sich bislang bei der Frage, welcher Rasse #LottaFilipa zugehört, mit einer Notlüge behalf: indischer Jagdhund. – Zwar fällt Indien nach der DNA-Analyse flach. Und dass in Hundi ein Jagdhund steckt, dafür brauchte es im Grunde genommen auch keinen DNA-Test, aber gut…

Fest steht jedenfalls, dass Hundi kein Spürchen von Chihuahua und Schnauzer in sich hat. Und schon gar nichts von Fleder- oder Spitzmaus.

Felsenfest steht dagegen, dass ein Elternteil von #LottaFilipa ein Rat Terrier gewesen ist. Satte 75% dieser Gene (von Vater oder Mutter) schlagen bei ihr durch. Ein wenig zugemischt hat zudem die übernächste Generation. #LottaFilipas Urgroßeltern: Deutsch Kurzhaar und Englisch Cocker Spaniel.

Cocker Spaniel? Nie gehört... © Sabine Münch
Cocker Spaniel? Nie gehört… © Sabine Münch

Tja: Nix von Fledermaus – stattdessen: Deutsch Kurzhaar und Englisch Cocker Spaniel… Und zu 75 Prozent: Rat Terrier. Hunde, die auf Ratten abfahren… Der DNA-Analyse zufolge ist #LottaFilipa ein nahezu reinrassiger Jagdhund, der ein sportlich-agiles Herrchen braucht… Entre nous: Das ist anstrengend. Wobei: Für diese Erkenntnis brauchte es  auch keinen DNA-Test…

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Fisch mit Messer?

Man mag es kaum glauben: Hundi hat den Knigge drauf. –  Obschon sie nicht immer artig ist, weiß sich #LottaFilipa tadellos zu benehmen. In nahezu fast jeder Situation.

Beispielsweise käme ihr niemals in den Sinn, das gemeinsame Heim dreckig oder mit nassen Pfoten zu betreten. Unter keinen Umständen! Da mag das Fell noch so triefen und noch so viel Schlamm drin stecken. Wenn Hundi zu Hause ankommt, dann hat sie sich zuvor Dreck und Nässe abgetreten. Im wahrsten Sinne des Wortes…

manierlich... possierlich... © GvP
manierlich… possierlich… © GvP

#LottaFilipa schätzt Fußmatten und – sie versteht sich auch darauf, selbige kräftig zu benutzen. Und da sich unsere Heimstätte im vierten Obergeschoss eines Berliner Mietshauses befindet und auf jeder Etage vorschriftsmäßig  Fußmatten von jeweils drei  Wohnparteien ausliegen, hat Hundi im Treppenhaus Gelegenheiten genug, um sich auf dem Weg hoch in den vierten Stock von Dreck und Nässe zu befreien. Auf den Abtretern der Mitbewohner – versteht sich! Was heißt: sie schubbert und schrubbt sich auf jeder Etage ausgiebig. Dass die Fußmatten in den unteren Stockwerken bei dem Prozedere, das mehrmals täglich ansteht, besonders in Mitleidenschaft gezogen werden, schert Hundi wenig. #LottaFilipa setzt auf Nachbarschaftshilfe: Hauptsache – Hund kommt oben sauber an. Herrchen ist keine Putzfrau.

Nicht zu beanstanden sind außerdem Hundis Tischmanieren. Nach dem Fressen säubert sich #LottaFilipa gründlich. Intensität und Dauer der Reinigung hängen allerdings vom Geschmack und der Beschaffenheit dessen ab, was verdrückt wurde. Nach einem regulären Mahl reicht zumeist der Schonwaschgang: Eine flinke Zunge rund um die Schnute. Nach Leckerlis wird kurz überlegt: Nur Schnute? Oder mit der Zunge von der Schnauze über die Nasenspitze bis zum Halsansatz?

Luftröhre! Riecht nach Aas und schmeckt vermutlich so © Sabine Münch
Luftröhre! Riecht nach Aas und schmeckt vermutlich so © Sabine Münch

Die ganz große Toilette fährt #LottaFilipa übrigens nach solchen Spezialitäten auf, die Herrchen zum Himmel stinken. Da wird – was das Zeug hält – auf dem hellgelbem Teppich in der Wohnstube schnaubend geschubbert und gerubbelt. Und so das gute Stück die letzten Reste nicht gänzlich aufgenommen haben sollte, kommt Herrchen ins Spiel. Was heißt: in den Genuss dessen, was aus Hundis Maul nach Aas riecht und vermutlich auch so geschmeckt hat. „Schau mal, hier: ein allerletztes Fitzelchen der Köstlichkeit. Ich hab‘ dich lieb.…“

Na denn, Prost Mahlzeit!