Das Problem mit dem Aus

#LottaFilipa ist noch nicht ausgewachsen, dafür aber ausgeschlafen. Ein gewieftes Kerlchen, meint zuweilen Herrchen (stolz). Da Hundi’s Selbstbewusstsein zudem täglich wächst, denkt sich Herrchen neuerdings immer öfter: Welch‘ ausgekochtes Luder, dieser Hund!

sitz! © Sabine Münch
sitz! © Sabine Münch

„Sitz!“ war von Anfang an kein Problem, alldieweil es anfangs lediglich um Leckerlis ging. Inzwischen geht „sitz!“ (nahezu reibungslos) an der Bürgersteigkante. Nicht an jeder, zugegeben, aber an nahezu fast jeder. Und das ganz ohne Leckerli! Nicht der Rede wert gewesen waren „Such!“ und „Bring!“. Offenbar sind das Aktivitäten, die einem Schnauzer-Mischling in die Wiege gelegt werden. „Halt!“ funktioniert inzwischen ebenfalls. Allerdings gilt hier das, was für „Sitz!“ an der Bürgersteigkante ebenfalls gilt: Nicht immer, aber immer besser…

Das leidige Gezerre an der Leine wurde nach Herrchens Meniskus-OP ebenfalls (nahezu gänzlich) abrupt eingestellt. Wobei sich hier dem Halter die Frage stellt: Nimmt Hundi auf ein Herrchen Rücksicht, das schlecht zu Fuß ist? Oder: Ist sich Hundi wohl bewusst, dass es ihm kaum Spielraum einbringt, wenn es an einer Leine zerrt an deren Ende ein Herrchen lahmt?

Weiterhin obliegt uns die Schwierigkeit namens „Aus“. #LottaFilipa sucht und bringt – glücksjauchzend, schwanzwedelnd, strahlend von der Schwanzspitze bis zu den Fledermausohren: „Ich will suchen und bringen. Nun mach schon – wirf das, was ich im Maul gefangen halte!“. Und behält die „Beute“ für sich. Und Herrchen kaspert sich nach erfolgreichem „Such“ und „Bring“ einen ab, um Hundi begreiflich zu machen, dass vor erneutem Suchen und Bringen das Abgeben der Beute steht. Hundi mit der Beute im Maul wedelnd: „Meins! Nun mach schon. Will Suchen und Bringen!“

na! Geht doch...  © Sabine Münch
na! Geht doch… © Sabine Münch

Herrchen greift in die Trickkiste. Futterbeutel! In der Theorie funktioniert das folgendermaßen: Wenn Hundi abgibt, öffnet Herrchen den Reißverschluss und Hundi erhält aus dem Futterdummy ein Leckerli. Hundi gibt die Beute ab, weil es nur Herrchen obliegt, einen Reißverschluss zu öffnen. Hundi kann das nämlich nicht. So zumindest geht die Mär…

Ich hatte die Rechnung einmal wieder nicht mit #LottaFilipa gemacht. Der Futterbeutel? Ein Flop! Was tat Hundi beim ersten Versuch? Sie brachte den Futterbeutel und zerrte am Reißverschluss… Nach drei Versuchen hatte sie es raus… Und Herrchen dachte sich: Welch‘ ausgekochtes Luder, dieser Hund…

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2 Gedanken zu “Das Problem mit dem Aus

  1. Dazu erzähl ich dir mal eine interkulturelle Geschichte. Ich erziehe meinen Hund ja auf Französisch. Und da will es mir einfach irre klingen, dass ein Hund den gleichen Befehl („Aus“) für etwas lernen soll, wo er böse war oder Unsinn macht und aufhören soll … oder für etwas, wo es ums Spielen, um Positives geht. Da wird doch jeder Mensch schizophren, der so trainiert werden würde 😉

    Das Problem mit dem Leckerli als List: Das verstärkt den falschen Reflex. Der Hund lernt: Wenn ich nicht folge, gibt man sich besonders nett mit mir ab. Und wenn nichts im Beutel ist, dann muss man dem Mistviech Mensch aber gehörig einen Haken schlagen! 😉

    Meiner hört bei Spielzeug aus dem Maul auf ein absolut positiv besetztes „Spielewort“. Er hat gelernt, dass die Menschin nur dann Weiterspielen kann, wenn nach einem „donne“ der Ball auf dem Boden liegt. Liegt er nicht gleich, dreht sie sich um und bricht das Spiel ab, sowas Ödes aber auch. „Donne“ klingt fein, weil danach sofort ein „Cherche“ folgt, das Suchen nach dem Spielzeug. Klasse! Und das funktioniert so gut, dass der Hund sich auch mal überlisten lässt, wenn er einen miesen Pilz abgeben soll anstatt ihn zu verschlucken. „Donne“ sagt die Menschin und guckt lustig, spielelustig. Da gibt man den Pilz halt her, damit sie ihn endlich zum Suchen wirft. Und ist nicht mal besonders böse, wenn sie das Zeug ganz schnell gegen ein geworfenes Leckerli tauscht.

    Also ein französischer Hund würde sich nicht mal mit einem Trüffel bestechen lassen, wenn die Menschin beim Spielen unangenehme Wörter rufen würde 😉

    Amicalement von Bilbo zu Lotta Filippa!

    1. merci! Und so weit bin ich inzwischen auch. Statt „Aus!“ heißt das bei uns „Gib!“. Scheint allerdings nicht das treffende Reizwort zu sein. Ich denke mir etwas Neues aus..
      .
      Ein Wuw von Lotta-Filipa zu Bilbo

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